Magazin Baustoff & Technik, Fachmagazin für den Baustoff-Verkauf
Ausgabe 3/4, März/April 2002
Rubrik: Baustoffe in der Praxis - Systemleichtputz
Das Plus für Niedrigenergiehäuser
Die Ansprüche an den Wärmeschutz sind gerade in Zeiten hoher Energiekosten stark gestiegen. Beim Hausbau kommt es daher auch auf den richtigen Putz an. Für ihr massives Niedrigenergiehaus hat die Familie Runkel aus dem rheinland-pfälzischen Melsbach den neuentwickelten Systemleichtputz maxit therm 74 M verwendet, der als rein mineralischer Systemleichtputz die wärmedämmenden Eigenschaften moderner Wandbaustoffe optimal unterstützt.
Putz wird oft als die schützende Außenhaut eines Gebäudes bezeichnet, der eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen muss. Heben dem Schutz des Mauerwerks vor Witterungseinflüssen unterstützt der Putz die Eigenschaften der Wandbaustoffe, wie zum Beispiel Lärm-und Brandschutz und vor allem Wärmedämmung. Diplom-Ingenieur Guido Runkel, Bauleiter des Hauses: „Der Systemleichtputz maxit therm 74 M ist ein Energiesparer und damit die ideale Ergänzung für die beim Bau verwendeten hoch wärmedämmenden Leichtbetonsteine." Der von Franken Maxit aus dem fränkischen Azendorf in zweijähriger Forschung- und Anwendungszeit entwickelte Putz ist speziell auf wärmedämmende und leichtgewichtige Baustoffe wie Leichtziegel. Poren- und Leichtbetonsteine sowie vorgefertigte Wandelemente (Wärmeleitzahl 0,09 bis 0,16 W/mK) abgestimmt Es sind bereits mehr als 400 Bauvorhaben problemlos und zur Zufriedenheit der Verarbeiter und Kunden mit maxit therm 74 M ausgeführt worden.
Optimal abgestimmt auf moderne Wandbaustoffe
Der wärmedämmende, rein mineralische Putz unterstützt optimal die Eigenschaften der neuen Generation von Wandbaustoffen. Er ist diffusionsoffen, das heißt die vorhandene Neubaufeuchte kann schnell nach außen entweichen, und es entsteht keine schädliche Feuchtigkeitsanreicherung in der Wand. Zudem hat der nicht brennbare Putz (Baustoffklasse A 1) eine niedrige Wärmeleitzahl, eine geringe Rohdichte und ein niedriges E7Modul. Der Zuschlagstoff Poraver, der in dem Systemleichtputz verarbeitet ist, bietet zusätzliche Vorteile. Denn durch das von der Dennert Poraver GmbH, Schlüsselfeld, im patentierten Verfahren hergestellte Blähglasgranulat passt sich maxit therm 74 M im Vergleich zu herkömmlichen und wesentlich schwereren Putzen besser an die Bewegungen des Mauerwerks an. So können thermische Spannungen, wie sie zum Beispiel durch Temperaturstau und Wetteränderungen entstehen, leichter ausgeglichen werden.
Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten
Anwendbar ist der naturweiße Systemleichtputz für Außen- und Innenbereiche von Gebäuden. Er eignet sich als Grundputz für dünnschichtige Edelputze. Diese können ohne vorherige Zwischenverspachtelung aufgebracht werden. Selbst größere Wandunebenheiten können mit maxit therm 74 M problemlos ausgeglichen werden. Seine Anpassungsfähigkeit an alle geometrischen Formen macht den faserverstärkten Putz auch zu einer interessanten Alternative für das Verputzen von historischen Bauwerken. Der Putz kann in einer Schichtstärke von 20 bis 50 Millimetern aufgetragen werden. Große Schichtstärken oder ein Putzaufbau auf extrem leichten Baustoffen sind aufgrund des geringen Gewichts des Putzes problemlos möglich. Bei stark saugenden Untergründen wie zum Beispiel Porenbeton sollte vor dem Verputzen eine Putzgrundvorbehandlung erfolgen, die ein zu schnelles Austrocknen des Putzes verhindert.
Leichte Verarbeitbarkeit spart Kosten
Insgesamt 240 m2 Fassadenfläche hat die Familie Runkel an ihrem Einfamilienhaus verputzen lassen. Deshalb hat für den Ausführenden die Verarbeitbarkeit des Putzes eine wichtige Rolle gespielt, denn sie wirkt sich nicht zuletzt auf die Baukosten aus.
Der Systemleichtputz lässt sich von Hand oder mit allen gängigen Putzmaschinen leicht verarbeiten und in Schichtstärken bis 50 Millimeter in einem Arbeitsgang (nass in nass) auftragen. Für einen schnellen Baufortschritt sorgt neben der leichten Verarbeitbarkeit auch die kurze Trocknungszeit des Putzes. Sie beträgt bei normalen Wetterbedingungen circa eine Woche je Zentimeter Putz. Auch bei der Verarbeitung machen sich die positiven Eigenschaften des Zuschlagstoffs Poraver bemerkbar.
Dipl.-Ing. Rainer Angsten, Inhaber der Angsten Bau GmbH in Mittelstrimmig (Hunsrück), die Rohbau-und Putzarbeiten ausgeführt hat: „Das stabile Rundkorn bewirkt beim Abziehen einen vorteilhaften Rolleffekt, der sich positiv auf die Verarbeitung niederschlägt."
Ein weiteres Plus ist die Ergiebigkeit des Putzes. So reicht eine Tonne des Systemleichtputzes maxit therm 74 M für etwa 89 Quadratmeter bei einer Putzstärke von 20 Millimetern. Lieferbar ist der Putz in handlichen 20-kg-Säcken, in Containern oder in Drucksilos, ökonomisches Bauen und Wohnen ist längst nicht alles, was die Familie Runkel erwartet: "Wir legen auch großen Wert darauf, dass die verwendeten Baustoffe gesundheitlich unbedenklich und umweltfreundlich sind." Der in maxit therm 74 M enthaltene Zuschlagstoff Poraver besteht vorwiegend aus Glas. Die Auszeichnungen mit dem „Blauen Engel" und dem IBR-Prüfzeugnis bestätigen, dass das rein mineralische Blähglasgranulat ökologisch empfehlenswert ist.